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Georgien 5 Minuten

Ankommen in Batumi: vom Bahnhof mit dem Bolt fast an den Strand

16,50 Lari für das Bolt vom Bahnhof, bunt beleuchtete Hochhäuser und Steine statt Sand. Unsere ersten Stunden in Batumi.

Stadtpanorama mit Hochhäusern, zwischen Palmen in Batumi, Georgien.

Foto: Johanna E.

Am 12. September 2026, kurz nach 14 Uhr, sind wir nach gut vier Stunden Zugfahrt aus Tiflis in Batumi angekommen.

Batumi liegt im westlichen Teil von Georgien, nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Die Georgier nennen es auch gerne „Dubai von Georgien“. Aus diesem Grund waren wir erst recht gespannt, was uns hier erwarten würde. Nach Tiflis konnten wir uns da noch gar nicht viel drunter vorstellen.

Wie die Fahrt lief, was das Ticket gekostet hat und wo man in Tiflis überhaupt das Gleis findet, steht in meinem Beitrag Von Tiflis an das schwarze Meer.

Mit dem Bolt vom Bahnhof zur Wohnung

Kaum standen wir mit unseren Koffern auf dem Bahnsteig in Batumi, sprachen uns einige Taxi- und Bolt-Fahrer an, ob wir mitfahren wollen. Allerdings haben wir abgelehnt und uns über die App ein Bolt bestellt. Wir bevorzugen diese Variante, da hier der Preis schon vorher feststeht, ohne dass man viel verhandeln muss, oder den Preis erst hinterher erfährt. Das finden wir persönlich, angenehmer.

Ganz reibungslos lief es dann allerdings trotzdem nicht. Nach ein paar Minuten Wartezeit, meldete uns die App der Fahrer sei da. Doch gesehen haben wir ihn nicht, obwohl wir direkt ganz vorne an der Straße standen und auch nach dem Kennzeichen Ausschau gehalten haben.

Vor dem Bahnhof verlaufen in beide Richtungen mehrspurige Straßen, die zu diesem Zeitpunkt sehr stark befahren waren.

Nach einem Anruf – bei dem wir kein Wort verstanden haben, einem Foto von unserem Standort und weiteren drei Minuten, stand er dann endlich vor uns. Durch die zusätzliche Wartezeit, hat sich der Preis am Ende nochmal ein bisschen erhöht, aber bei drei Minuten war das noch verkraftbar. Am Ende wurden uns 5,46 EUR vom Konto abgebucht.

Die Fahrt bis zu unserer Wohnung selbst dauerte etwa 15 Minuten. Unser Fahrer ist extra dicht an dem Boulevard langgefahren um uns ein bisschen was zu zeigen. Dieser ist sehr schön und grün angelegt und vermittelte gleich einen netten ersten Eindruck von Batumi. Es war auf jeden Fall ein Ort, den wir uns noch genauer anschauen wollten. Aber nun ging es erstmal zum Neuen Boulevard, wo sich in der Nähe unsere Unterkunft befindet.

Anschließend hieß es für uns erstmal ankommen, was essen gehen, einkaufen und Geld wechseln.

Batumi, auch „Dubai Georgiens“ genannt

Batumi wird von den Georgiern auch gerne als „Dubai Georgiens“ bezeichnet. Das haben wir hier schon öfter gehört. Auch unser Reiseleiter bei unserem Tagesausflug in Tiflis nannte es so.

Am Anfang waren wir zugegebener Maßen etwas skeptisch, aber am Nachmittag und Abend, als wir das erste Mal draußen zu Fuß die Gegend ein bisschen erkundeten, konnten wir es Stück für Stück ein klein wenig nachvollziehen.

Zunächst mussten wir uns aber erstmal um was zu essen kümmern. Wir hatten beide Hunger und entschlossen uns, in der Stadt was essen zu gehen. Dabei durfte natürlich ein erster kurzer Abstecher zum Strand nicht fehlen. Anschließend suchten wir uns auf Google Maps ein Restaurant aus und hatten direkt eine etwas ungewöhnliche Begegnung, als wir draußen auf unser Essen warteten:

Mit so einem Anblick hätten wir nun wirklich nicht gerechnet, hihi!

Später wurde es schon langsam schummerig während wir noch Geld tauschen und einkaufen waren. Auch hier in Batumi haben die Supermärkte rund um die Uhr, auch sonntags, geöffnet wie wir es aus Tiflis schon kannten.

Als wir durch die Straßen liefen und uns einen ersten Überblick über die Kurse der Wechselstuben und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe unserer Wohnung verschafften, kamen wir an einem weiteren Boulevard vorbei der sich zwischen den beiden Spuren der Juli Shartava Avenue erstreckt und gerade abends sehr schön beleuchtet ist.

Er führt entlang zwischen den ebenfalls bunt beleuchteten Wolkenkratzern und beginnt fast vorne an der Promenade bei einem Kreisverkehr. Oben drüber sind zwei Plattformen von denen man abends im Dunkeln beleuchtete Fontänen im Teich zu Musik (auf Google Maps zu finden als Musical Fountain) anschauen kann. Geht man in die entgegengesetzte Richtung, kommt man an einer Fußgänger Brücke vorbei, die unter einem Beleuchteten Bogen entlang führt, dem Black Sea Arch.

Mit der Zeit merkten wir auch, dass gerade abends, bzw. nachts der Blick von der Strandpromenade auf die vielen beleuchteten Hochhäuser sehr beeindruckend ist. Nun verstehen wir so langsam die Aussage „Dubai Georgiens“.

Nach vier Wochen Altbau, Holzbalkonen und bröckelnden Fassaden in Tiflis wirkte Batumi schnell auf uns wie eine andere Stadt in einem anderen Land.

Der Strand in Batumi: Steine statt Sand

Die nächste Überraschung lag am Strand. Statt Sand gibt es hier viele Steine in unterschiedlichen Größen, am Ufer und im Wasser. Zum Sonnen und Entspannen gibt es Plastikliegen, aber viele Menschen liegen auch mit ihren Handtüchern direkt auf den Steinen. Einige ziehen aufgrund der Steine Badeschuhe an, wir gehen allerdings ohne.

Die Steine haben auch Vorteile: Im Wasser gibt es keine Algen, und der Boden ist fest. Aufpassen muss man aber trotzdem. Bei etwas stärkeren Wellen haben wir schon gemerkt, dass das Meer die Steine gegen die Knöchel spült, das kann schnell unangenehm werden und man kann sich verletzen.

Was uns in den ersten Tagen noch aufgefallen ist

Manches kannten wir schon aus Tiflis: Die flexiblen Öffnungszeiten der Supermärkte und auch die Straßenhunde gehören hier in Batumi genauso zum Stadtbild. Neu war für uns, dass hier gefühlt mehr Russisch gesprochen wird als in Tiflis und auch Englisch findet man hier etwas leichter.

Wie wir hier wohnen, arbeiten und was Batumi im Alltag kostet, folgt wieder in den nächsten Beiträgen. Wer vorher wissen möchte, was generell für die Einreise nach Georgien gilt, kann gerne in diesem Beitrag vorbeischauen: Einreise nach Georgien: was 2026 wirklich verlangt wird

Stand und Quellen

Stand 29.09.2026. Der Euro-Betrag ist mit 2,96 Lari je Euro umgerechnet, dem offiziellen Kurs der Georgischen Nationalbank vom 29. September 2026. Die Fahrtkosten stammen aus unserer eigenen Bolt-Abrechnung.

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