Unser Viertel Marjanishvili & der erste Eindruck von Tiflis

Tiflis ist keine Stadt, die sich auf den ersten Blick vollständig erschließt. Zwischen bröckelnden Altbauten, modernen Cafés, alten sowjetischen Wohnblöcken, wo man staunt, dass diese noch bewohnt werden, und frisch restaurierten Häusern liegen manchmal nur wenige Meter.
Marjanishvili
Unsere Ferienwohnung liegt im Viertel Marjanishvili. Von ihr aus sind Annehmlichkeiten des alltäglichen Bedarfs, inklusive Bushaltestellen gut fußläufig erreichbar. Es gibt sogar ein amerikanisches Krankenhaus. Ebenso nicht weit von hier liegt die gleichnamige Metro Station. Sie befindet sich direkt an einer großen, belebten Kreuzung (Kote Marjanishvili Square), wo viel Trubel herrscht. Von Straßenhändlern, Blumenständen, bis hin zu Läden, Bäckereien/Cafés und mindestens 6 Wechselstuben, fast nebeneinander, findet man an dieser Kreuzung alles. Wenn man Geld wechseln möchte, lohnt es sich hier, eine Runde über die Kreuzung zu gehen und die Kurse der Wechselstuben zu vergleichen.




Davit Aghmashenebeli Ave
Über die Kreuzung Kote Marjanishvili Square führt die Straße Davit Aghmashenebeli Ave, welche wir von den Gebäuden her als recht schön empfinden. Hier stehen einige alte, gut restaurierte Gebäude, sowie Cafés oder andere Läden. Auch die Bank of Georgia und die TBC Bank haben hier eine Zentrale. Nicht zu vergessen der i-Touch Service. Das ist der Laden, der das MacBook meines Freundes rettete, als ich aus Versehen ein Glas Wasser auf dem Tisch verschüttete.
An dieser Stelle möchte ich aber auch erwähnen, dass diese Straße auch von starkem Berufsverkehr betroffen ist und es schnell zu Staus kommen kann.


Kote Marjanishvili St
Nimmt man die andere Straße die über die Kreuzung führt, Kote Marjanishvili St, so führt diese westlich über den Fluss Kura Richtung Altstadt, Vera und Vake. Geht man diese entgegengesetzt östlich weiter, so kommen hinter der Kreuzung Einkaufsmöglichkeiten, wie einige Gemüse- und Käsehändler.




Der erste Spaziergang Richtung Altstadt – Impressionen
Unser Spaziergang zur Altstadt führte uns zunächst in die westliche Richtung über die Galaktion Tabidze Brücke. Nun waren wir auf der westlichen Seite der Kura und staunten nicht schlecht, als wir kurz danach in einer Baustelle standen. Genauer gesagt befanden wir uns in der Shota Rustaveli Ave. Wir können uns vorstellen, dass dies eine sehr schöne Straße ist, wenn sie nicht gerade über mehrere 100 Meter als eine riesige Baustelle erscheint. Hier stehen viele prachtvolle Gebäude darunter das The Biltmore Hotel Tbilisi, Tbilisi Opera and Ballet Theatre, Hall of Fame, Public School #1, das georgische Parlament und gegenüber das Georgian Museum of Fine Arts, welches ein privates, modernes Kunstmuseum ist, nicht zu verwechseln mit dem staatlichen Hauptmuseum: Art Museum of Georgia.











Regen am Abend und georgischer Wein
Trotz der Baustelle, hat es uns Spaß gemacht, die Gebäude in der Straße anzuschauen. Am Ende der Straße erreichten wir bereits die Altstadt und die Metrostation Liberty Square. Von dort aus gingen wir weiter an der Statue des Liberty Squares vorbei. In der Altstadt und teilweise schon auf dem Weg dorthin begegneten uns viele Menschen, die gut gelaunt mit lauter Musik in Panoramibussen eine Stadtrundfahrt unternahmen. Hier gab und gibt es eine Menge für uns zu entdecken. Von schnuckeligen Restaurants und Straßen über schöne alte Gebäude, unterschiedlichste Verkehrsmittel, wie Gondeln, ein Ballon, Pferdekutschen, Autos, Motorräder, Busse, Panoramibusse, Boote bis hin zu Aussichten, und Sehenswürdigkeiten.
Leider fing es, kurz nachdem wir am Liberty Square angekommen waren, an zu regnen. Aus diesem Grund kürzten wir diesen Spaziergang ab, ohne viel von der Altstadt gesehen zu haben. Wir schlugen die Richtung zur Friedensbrücke ein. Diese Brücke ist bekannt, wenn man nach den Sehenswürdigkeiten von Tiflis sucht. Sie schwingt sich mit einem Dach über den Fluss und wird abends gemütlich beleuchtet. Als wir dort ankamen, stand dort ein Mann mit einer Gitarre und spielte. Ein paar junge Frauen standen mit Rosen im Arm um ihn herum. Viele Leute die vorbeikamen suchten sich ein Plätzchen, hörten der Musik zu und warteten den Regen ab. Es war eine gemütliche Stimmung, bei der wir auch einen Moment in schöner Atmosphäre verweilten.
Da wir glücklicherweise unsere Regenjacken dabei hatten und trotz des Regens noch ein bisschen draußen bleiben wollten, entschieden wir uns anschließend an der Kura entlang zurück zu unserer Wohnung zu laufen. Diesmal an der östlichen Seite. Leider ist der Weg direkt an der Kura nur ein breiter Fußweg, eingebettet zwischen Fluss und einer Hauptstraße und kein Weg der zum entlang schlendern einlädt. Dafür haben wir ein paar Feigenbäume entdeckt, die direkt am Ufer wachsen.
Ganz nass geregnet, freuten wir uns, als wir nach einer halben Stunde wieder in unserer Unterkunft waren. Den restlichen Abend machten wir es uns mit einer Flasche georgischen Rotwein gemütlich, der eine fruchtige Note hatte und uns sehr gut schmeckte.










